GründungsBONUS Rückfragen: Wie man auf die Rückfragen der IBB antwortet (mit echten Beispielen)

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Inhaltsverzeichnis

Rückfragen von der IBB nach Ihrer GründungsBONUS-Einreichung sind völlig normal. Über 70 % der Gründer erhalten Klärungsanfragen vor der endgültigen Genehmigung. Die gute Nachricht: Die meisten Rückfragen sind prozedural, nicht kritisch und mit der richtigen Antwort läuft Ihr Antrag reibungslos weiter.

Rückfragen sind Klärungsanfragen der IBB. Antworten Sie sachlich, aktualisieren Sie Ihre Dokumente bei Bedarf und stellen Sie immer sicher, dass alle Portaleinträge mit den hochgeladenen Dateien und offiziellen Dokumenten übereinstimmen.

Warum Rückfragen entstehen

Die 4 Hauptgründe für Rückfragen der IBB:

  1. Fehlende oder inkonsistente Daten – Namen, Adressen, Beteiligungen.
  2. Formale Mängel – abgelaufene Ausweise, fehlende Registrierung in der Transparenzdatenbank.
  3. Unklare Details im Businessplan – Innovation, Kundenbedürfnis, Marktzugang.
  4. Finanzielle Inkonsistenzen – Pläne stimmen nicht mit Portaldaten überein.

Die häufigsten Rückfragen

Wir haben reale Fälle in 6 Kategorien, jeweils mit Beispielen + Best-Practice-Antworten kategorisiert.

A. Angaben zum Unternehmen

Typische Fragen:

  • „Bitte tragen Sie alle Gesellschafter mit korrekten Anteilen ein.“
  • „Bitte registrieren Sie Ihr Unternehmen in der Transparenzdatenbank.“
  • „Bitte laden Sie gültige Ausweisdokumente hoch.“

So antworten Sie:

  • Überprüfen Sie, dass die Beteiligungsdaten im Portal mit Ihrem Gesellschaftsvertrag exakt übereinstimmen (keine Rundungsfehler).
  • Transparenzdatenbank: Hier registrieren → transparenzdatenbank.berlin.de und die ID in das Portal kopieren.
  • Laden Sie alle gültigen Ausweise hoch, keine abgelaufenen, und stellen Sie sicher, dass die Schreibweise mit dem Handelsregister übereinstimmt.

B. Inhalt des Businessplans

Typische Fragen:

  • „Bitte beschreiben Sie den Text detaillierter.“
  • „Bitte beschreiben Sie Ihre Vertriebsstrategie.“
  • „Bitte grenzen Sie parallele Tätigkeiten zeitlich ab.“

So antworten Sie:

  • Erweitern Sie die Innovations- und Marktzugangs-Abschnitte in Ihrem Businessplan mit konkreten Beispielen.
  • Fügen Sie Namen oder Arten von Vertriebspartnern hinzu (z. B. „Beta-Gespräche mit Influencer XY oder Accelerator Z“).
  • Geben Sie klar an, dass das Start-up den Hauptfokus der Gründer darstellt.

C. Finanzielle Konsistenz

Typische Fragen:

  • „Die Angaben im Finanzplan stimmen nicht mit den Tranchen im Portal überein.“
  • “Die Fördersumme des GründungsBONUS Plus ist nicht klar im Finanzplan erkennbar .”

So antworten Sie:

  • Stimmen Sie immer ab:
    • Liquiditätsplan,
    • Ausgabenplan und
    • Finanzierungsplan
      über alle Uploads und Portaleinträge hinweg.
  • Stellen Sie sicher, dass die GründungsBONUS-Tranchen im Liquiditätsplan korrekt berechnet werden.

D. Innovation und Differenzierung

Typische Fragen:

  • „Bitte stellen Sie Ihre Innovation deutlicher heraus.“
  • „Worin liegt die Innovation im Vergleich zu Wettbewerber XY?“

So antworten Sie:

  • Definieren Sie was neu ist (z. B. Technologie, Prozess, Geschäftsmodell).
  • Verwenden Sie 1–2 Sätze, die Sie mit den nächsten Wettbewerbern vergleichen.
  • Beziehen Sie Ihre Erklärung auf die gewählte Innovationskategorie („technologisch“, „ökologisch“ usw.).

E. Persönliche Angaben und Gründer

Typische Fragen:

  • „Bitte fügen Sie XY als Gründer hinzu.“
  • „Alle Gründer haben laut Lebenslauf vor Gründung begonnen – bitte Stellungnahme.“

So antworten Sie:

  • Wenn Mitgründer Anteile über eine Holding halten, führen Sie sowohl die Person als auch die Holdingstruktur auf.
  • Wenn Aktivitäten vor der Gründung begannen (z. B. Konzepttests, freiberufliche Tätigkeit), stellen Sie klar, dass der formale Geschäftsbetrieb erst nach der Registrierung des Unternehmens begann.

F. Administrative Anhänge

Typische Fragen:

  • „Bitte laden Sie notariell beurkundete Gründungsdokumente hoch.“
  • „Bitte aktualisieren Sie Ihren Businessplan und Finanzplan.“
  • „Bitte reichen Sie gültigen Aufenthaltstitel nach.“

So antworten Sie:

  • Stellen Sie sicher, dass alle hochgeladenen Dokumente PDFs sind, akuell und identisch mit denen im Handelsregister sind.
  • Aktualisieren Sie die Finanzdaten, um aktuelle Daten widerzuspiegeln, falls es seit der Einreichung eine Zeitverzögerung gab.
  • Laden Sie sensible Dokumente (wie Aufenthaltstitel) nur im offiziellen Portal hoch.

So schreiben Sie effektive Antworten auf Rückfragen

  • Seien Sie spezifisch: Geben Sie Seitenzahlen an („siehe Seite 6 des aktualisierten Businessplans“).
  • Fassen Sie sich kurz: Ein Absatz pro Frage.
  • Fügen Sie überarbeitete Dateien bei anstatt den Text in der E-Mail neu zu formulieren.
  • Bleiben Sie sachlich: Vermeiden Sie es, Entscheidungen zu verteidigen; konzentrieren Sie sich auf die Klärung.
  • Überprüfen Sie die Konsistenz über alle Einträge und Uploads hinweg.

Was passiert, nachdem Sie geantwortet haben

  • Die IBB prüft Ihre Antworten (1–3 Wochen).
  • Wenn alles vollständig ist, wird Ihre Akte zur Fachgutachterprüfung weitergeleitet.
  • Weitere Rückfragen können noch folgen.
  • Halten Sie die gesamte Kommunikation zur Nachvollziehbarkeit im Portal zentralisiert.

Wann Sie Unterstützung in Anspruch nehmen sollten

Sie sollten Experten wie uns hinzuziehen, wenn:

  • Sie sind sich unsicher, wie Sie auf Fragen antworten oder Ihre Dokumente verbessern sollen.
  • Unklarheit bezüglich „Innovation“ oder „Berlin-Effekt“.
  • Verwirrung bezüglich Unternehmens-/Beteiligungsstrukturen.

FAQs

Rückfragen zum Gründungsbonus entstehen in der Regel, wenn Angaben im Antrag unklar, unvollständig oder nicht eindeutig prüfbar sind. Häufig betreffen sie die Geschäftsidee, die Abgrenzung der förderfähigen Ausgaben oder die Plausibilität der Unternehmensplanung. Rückfragen sind ein regulärer Bestandteil des Prüfverfahrens und kein Hinweis auf eine Ablehnung.
Rückfragen sollten sachlich, präzise und fristgerecht beantwortet werden. Wichtig ist, ausschließlich auf die konkret gestellten Punkte einzugehen und keine neuen Inhalte oder Annahmen einzubringen. Ergänzende Unterlagen oder Klarstellungen sollten konsistent zum ursprünglichen Antrag sein.
Ja. Jede Rückfrage unterbricht in der Regel die laufende Prüfung, bis eine vollständige Antwort vorliegt. Unklare oder unvollständige Antworten können weitere Rückfragen auslösen und die Entscheidung verzögern. Eine strukturierte und vollständige Antwort kann die Gesamtbearbeitungszeit verkürzen.
Rückfragen an sich gefährden die Förderung nicht. Problematisch wird es, wenn Antworten Widersprüche zum Antrag offenlegen, zentrale Fördervoraussetzungen nicht erfüllen oder neue Zweifel an der Förderfähigkeit entstehen. Entscheidend ist die inhaltliche Qualität der Antwort.
Häufige Rückfragen betreffen die Abgrenzung der förderfähigen Kosten, den Innovationsgehalt des Vorhabens, den zeitlichen Projektbeginn sowie die wirtschaftliche Tragfähigkeit der Gründung. Auch formale Punkte wie Unternehmensstatus oder Unterlagen können Gegenstand von Rückfragen sein.

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